Traum Skizzen

Szenen aus Träumen. Die Galerie wird mit der Zeit erweitert.

Der Traum ist nie nur Mündung, nie unbestimmt und lose, nie frei im Sinne von verloren. Er öffnet Türen, vor denen so mancher sich fürchtet und (ver)bindet Substanzen, die so mancher lieber ignoriert. Er offenbart Details, die verborgen geglaubt und lehrt den Geist auf Weisen, die Orthodoxe lieber verbieten würden. Denn der Traum entkoppelt denjenigen, der aus seiner Schale trinkt, vom Müßte des Linearen zum Möglichen der Illumination. Der Traum sieht. Das ist sein Logos. Der Traum ist daher nichts für denjenigen, der Angst davor hat, gesehen zu werden und auch nichts für denjenigen, der Angst vor Bestimmtheit und Konkretem hat und sich in Allgemeinheit verstecken will. Es gibt nichts Bestimmteres, nichts Unallgemeineres als den Traum.

Ich frage mich, wie das ist. Wenn ich sterbe, lebe ich dann nur noch episodisch als Seele mit tausend Geschichten? Nähmen wir an, der kognitive Layer würde erhalten bleiben: welche dieser Welten, die ich nächtlich erfahre, würde meine Hauptwelt werden? Mein Hauptangelpunkt? Würde ich für immer, wie ein Wächter, durch die unendliche Anzahl der Welten flitzen, mir immer und immer mehr an Erfahrung einverleiben, bewachen, beschützen, entdecken, erforschen, logisieren, kommunizieren, Botengänge erledigen, historisieren, klarmachen, usw.? All das sind Aspekte des – meines – Lebendigen, aber wo würde ich zur Ruhe kommen? Was wäre mein „Palast der intellektuellen Energie“ (in Ref. auf Pallas – Balance)?

Ein Gedanke zu “Traum Skizzen

  1. Pingback: Der Traum – Defers Farbwelt

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