Pflanzenbasiertes Leben

Nachfolgend werde ich einige meiner veganen Eigenkreationen, Tipps und Gedankengänge auflisten. Es gibt – zum Glück – bereits unzählige Seiten von und für Veganer online. Ich möchte dennoch diesen Aspekt auf meiner Webseite nicht missen lassen, denn das Thema ist mir sehr wichtig. Die Galerie wird mit der Zeit erweitert.

WARUM VEGAN?

• ETHIK
Vegan zu leben ist immer eine persönliche Entscheidung und geht mit einem oft längerwierigen, sehr individuellen Bewußtseinsprozess einher. Die vegane Lebensweise ist keine reine Ernährungssache, sondern eine umfassende Lebensweise, bei der alle Entscheidungen, die man bezüglich Material und des Sich-in-der-Welt-Bewegens trifft, eine Rolle spielen. Es handelt sich hierbei dennoch nicht per se um eine Anschauung, wie manch einer gern glauben machen will, sondern um eine klare Entscheidung darüber, wie man sich in dieser Welt als Individuum bewegen will.
Als ich in den 1990ern als junge Vierzehnjährige aus ethischer Überzeugung Vegetarierin und wenig später Kreisvizedelegierte beim Grünen Jugendbündnis wurde, hatte ich einige Angelegenheiten bezüglich dieser Ernährungsweise und Lebenseinstellung in ihrer Komplexität noch längst nicht begriffen. Zwar war ich in einen Schlachthof vor Ort gegangen, hatte mich informiert und war schnell und voller Elan zugange gewesen, andere auf ihre unethischen Ernährungsgewohnheiten aufmerksam zu machen. Doch tatsächlich überschaute ich mit meinem grantig vor mir hergetragenen Vegetarismus nur einen Randbereich, auf den ich, im Nachhinein weiß ich das, nicht so stolz hätte sein dürfen.
Beispielsweise hatte ich damals keinen Blick darauf, daß Kühe, genauso wie Frauen auch, trächtig (also schwanger) werden müssen, damit sie überhaupt Milch produzieren können und daß ihnen im Gegenzug für die vollen Euter die Jungen weggenommen werden, nicht zuletzt, um Kalbsleberwurst aus ihnen zu machen. Daß die Kühe Mütter sind und unter der Wegnahme ihrer Jungen leiden, genauso wie die Jungen unter dem Verlust ihrer Mütter leiden, ignorierte ich, und es informierte mich auch niemand weiter darüber, denn die Erwachsenen und auch Jugendlichen, die mich umgaben, hatten als Fleischesser an diesen Zusammenhängen noch weniger Anteil als ich.
Stattdessen versuchte man am laufenden Band, mich davon zu überzeugen, daß die vegetarische Lebensweise meiner Gesundheit schade, weil ich mich angeblich mangelernährte. Man erzählte mir von Spurenelementen und angeblichen chemischen Zusammensetzungen, die der Körper brauche, aber all dies kam von Leuten, die von Ernährung und Chemie gar keine Ahnung hatten. Ich war verwundert darüber, wie sehr sie ihr Revier verteidigten, ohne das Metier zu kennen. Da meine Hausärztin selbst vegetarisch lebte, hatte ich immerhin eine kompetente Person an der Seite, die mir versicherte, daß diese Aussagen Humbug waren.
Doch meine eigene Herangehensweise war, wie ich später, als ich mich dem Veganen zuwandte, letztendlich ebenfalls Humbug. Ich selbst wußte in diesen jungen Jahren zwar sehr wohl um die Biologie, aber ich ließ das Technische außer acht: ich glaubte aus irgendeinem undefinierten Grund, Milchwirtschaft ginge relativ human vor sich. Das bedeutete, ich hatte die Fakten voneinander entkoppelt, ohne das zu wissen, und diese Entkopplung in der Wahrnehmung der Konsumenten ist bis heute ein großes Problem. Das Wort ‚human‘ muß man in Bezug auf Tierwirtschaft momentan am besten aus seinem Sprachrepertoire streichen, denn es bedeutet beim derzeitigen Stand der Dinge in diesem Bereich leider gar nichts Gutes.

• ERNÄHRUNGSLEHRE
Hinzu kam damals, ich verstand relativ wenig über die tieferen Verflechtungen von Ernährung und Nährstoffen, vom Körper als Vehikel, in das man nicht wahllos alles hineintanken kann, damit es fährt. Zwar war ich an Ökotrophologie und Diät interessiert, aber ich begriff auch in diesem Bereich die Zusammenhänge nicht. Es war für mich von Anfang an logisch, daß Ernährung mit Balance der Stoffe und Elemente zu tun hatte, ich wußte über die Natrium-Kalium-Pumpe und die Kraftwerke der Zelle Bescheid, auch die Themen Aktionspotentiale und Elektromagnetismus hatten mir eingehend veranschaulicht, daß wir es bei unseren Körperformen mit Impulsen und Balance zu tun haben. Doch was in welchem Gemüse steckt, wo mein Körper was und wann herbekommen sollte, dafür war ich wiederum zu entkoppelt. Ich glaubte lange, es reicht, wenn ich nach meinem Gefühl ginge, schließlich müsse der Körper selbst wissen, was er braucht, und tatsächlich ist die bewußte Kenntnis der Mechanismen des eigenen Körpers natürlich ein ganz wesentlicher Punkt. Trotzdem ist es klug, sich gelegentlich mit den Balance-Kriterien des Körpers eingehender zu beschäftigen, hierüber auch mal Dinge nachzulesen, denn er altert entropiebedingt, und es lohnt sich, ihn zu unterstützen, damit dieses Vehikel trotz Alterungsprozessen gut läuft.

• GESUNDHEIT
Zum Thema Gesundheit werde ich auf dieser Seite demnächst Interviews mit Veganern einstellen. Es gibt Menschen, die mit einer solchen Ernährungsumstellung diverse körperliche Beschwerden in den Griff bekommen haben. Ich finde solche Berichte von anderen hochinteressant, und ich kann nicht zuletzt auch von mir selbst sagen, daß es meine körperliche Konstitution verbessert hat.

• PLANETARE BALANCE
Auch mit dem Blick auf die planetare Balance ergibt sich bezüglich der gängigen Ausbeutungsmechanismen drastischer Handlungsbedarf und die Notwendigkeit zur Kehrtwende im humanarchisch geprägten Denken.
Es steht für mich persönlich nicht in Frage, daß der Mensch nicht nur kein Recht dazu hat, sich Tiere aufgrund ihrer vermeintlichen körperlichen oder mentalen Schwäche zu unterwerfen und sie auszubeuten, denn auch sie sind, wie der Mensch, eigenständige Lebensformen mit einem eigenem Willen und eigener Intelligenz, die es zu respektieren gilt. In erster Instanz scheint das „nur“ ein ethisches Problem zu sein, in zweiter Instanz ist dies jedoch Teil einer ökologischen Problematik, der der Mensch den Planeten zusehends ausliefert. In vollem Umfang bedeutet diese Problematik, daß wir gerade auf eine ökologische Katastrophe zuschlittern, von der sich die meisten keinen Begriff machen. Der Konflikt, der hierbei zum Tragen kommt, ist der Konflikt zwischen dem menschlichen Verhalten und den von ihm auf unnatürliche Weise imbalancierten Elementen. Dies ist ein Konflikt, in den letztendlich alles Lebendige dieser Biosphäre mit hineingerissen werden wird, wenn die Menschheit nicht die Kurve in ihren Verhaltensweisen mit dem Leben und ihren Ausblicken auf das Leben und seiner Mechanismen kriegt.
Daß die vegane Lebensweise nicht nur ökologisch fairer ist, sondern auch ökonomisch im Endeffekt einiges mehr zu bieten hat als die omnivore und vegetarische Lebensweise, geht derzeit trotz des voranschreitenden Informationszeitalters unter. Dabei sind die notwendigen Informationen vorhanden, es gibt nur keine planetar fokussierte Menschheit. Da der Mensch zumeist lokal oder regional denkt, vergißt er für gewöhnlich, daß er sich auf einem Planeten im Weltall befindet, auf dem spezifische physikalische Bedingungen vorherrschen, die auf Partikeln mit negativer/neutraler/positiver Ladung basieren und die komplexe Balancesysteme und damit Leben an sich und Lebenssysteme auf Grundlage der Ernährung möglich machen. Und damit einhergehend fehlt auch das Bewußtsein darüber, daß uns Menschen das direkt betrifft und wir nicht außerhalb des eigenen Lebenssystems stehen. Im Gegenteil: wir selbst bestehen daraus. Wenn man sich der Tragweite dessen bewußt wird, kann das natürlich erschrecken. Allein der Blick in den Nachthimmel und seine Sterne wirkt bereits wie eine Fiktion; und letztlich ist er das, denn wir sehen da stets die Vergangenheit einer Lichtquelle und eine Form der erwarteten Zukunft (ref. „Specious Present“). Das Gute an der Erkenntnis dessen, woraus wir bestehen, aber ist, daß wir aufgrund dieser realen Einbindung in ein physikalisches System tatsächlich aktiv entscheiden können, wie wir leben wollen und was klüger ist. Und dafür kann man sich schlau machen.
Meine Erfahrung in diesem Bereich ist im Übrigen, daß man intensiver lebt, je mehr man sich für die Mechanismen des Lebens und allem, was uns hier so beherbergt, interessiert und daß sich vieles, was zunächst aufwendig erscheinen mag, auf Dauer lohnt. Es ist wahr, daß in diesem physikalischen System jedes Lebewesen irgendwann sterben wird (es gibt allerdings ein paar clevere Quallen u.a., die das galant in die Länge hinausziehen) und daß die Erde irgendwann in die Sonne fallen oder eine Supernova das Sonnensystem schlucken wird. Die Andromeda Galaxie und unsere Heimatgalaxie werden irgendwann kollidieren und so fort. Es ist auch wahr, daß wir heute das alles gar nicht mitbekommen werden und viele es deswegen mehr oder weniger berechtigt als bedeutungslos abtun, als Angelegenheit der „Wissenschaftler und Denker“. Sie können sich nicht vorstellen, was Balance der Biosphäre überhaupt bedeutet oder was damit gemeint ist, wenn davon die Rede ist, daß wir uns bereits in der Phase des 6. großen Massenaussterbens befinden. Die planetare Balance von heute aber geht jeden einzelnen von uns direkt etwas an. Sie hat Bedeutung, denn niemand von uns steht außerhalb davon. Im Gegenteil: wir stehen mitten auf diesem Planeten, in dieser Biosphäre, sie beheimatet uns alle und macht es uns möglich, jetzt – in diesem Moment – hier zu leben.

• PETITIONEN
· Petition: Ausstieg aus dem Tierversuch. JETZT!
· Artenschutz ins Grundgesetz – Biodiversität und Ökosystemleistungen erhalten

KLUGE KÖPFE
· Artenvielfalt: Todesursache: Mensch
· Vor dem Absturz
· Grün und vegan reisen
· Vegan malen (gelatinefreie Aquarellpapiere)
· Improve your teeth and oral health with these plant-based foods

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