Marina Ognena & die Hundstage

Eine interessante Verbindung gibt es zwischen dem Marina Ognena Ritus ‚GORESHTNITSI‘ („Die Heißen“) des 15., 16. und 17. Juli der thrakischen Gegenden und den Hundstagen (Ref. ist Sirius, das Sternbild des „Großen Hundes“), die in Deutschland am 23. Juli beginnen, inoffiziell aber heutzutage astronomisch durch die kontinuierliche Veränderung der Lage der Erde, des Sonnensystems und des Sirius Ende August zu verorten sind.
Marina Ognena bedeutet „Das aus den Flammen emporsteigende Meer“, wobei sie eine Überlappung mit der thrakischen „Großen Göttin“ darstellt und auch bei den alten Ägyptern in der Figur der Isis in ihrer himmlischen Manifestation als Sopdet, dem Sirius, zu finden ist und die Nilfluten nach der Dürre ankündigt. Hier verbinden sich also mehrere alte Kulturausformungen mit ihren jeweils regionalen Ausprägungen. Auch ist diese Figur in der Geschichte mit den Zwillingen, die das Feuer wieder entfachen (erinnert an Kalzifer in „Das Wandelnde Schloß“), in Baumrelation (Zitronenbaum und Hasel) anzutreffen. So findet man die „Große Göttin“ neben anderen Formen wie dem Baum als Verstärker der Sonne vor.
Ich finde die Geschichte mit den Zwillingen besonders interessant. Außerdem: Wir haben es hier mit dem Phönix Mythos zu tun. Ponike…

„If this tale is an echo of Bulgaria’s ancient Thracian past, Queen Domna and Marina, mother and daughter, represent two aspects of the great goddess, the bride of the sun.
As mistress of fire, on Marina Ognena the domestic ovens that were extinguished on the first day of the Goreshtnitsi are relit from a “new fire” kindled in the village square by two twins who rub lime tree twigs with a hazel spindle. This is also a holiday for blacksmiths, ironsmiths, potters and others who work with fire.“
Quelle: A Spell In Time: British-Bulgarian storytelling company

Die Landwirtschaft spielt bei der Entstehung der Vermischung und Übertragung dieser Riten von Nord nach Süd nach West die Hauptrolle. Landwirtschaft und Religion sind insofern miteinander verknüpft, als daß die Landwirtschaft Witterungsriten nutzte, um Prototypen von Geschichten weiterzutragen. Dabei wurde Besitz von den Geschichten ergriffen, diese wurden dann in sehr starre, regional gebundene Formen gepresst. Letztlich entstanden so die Religionen und später hieraus ganze Staatssysteme. Erst kam die Landwirtschaft, dann die Religion, dann die Politik. Die ursprünglichen Geschichten sind durch den kontinuierlichen Transfer verändert worden, so daß man sehr weit zurück in die Zeit schauen muß, wenn man sich dem Ursprung annähern will.

Ein Gedanke zu “Marina Ognena & die Hundstage

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