Der Goldene Schnitt

Eine kurze Unterhaltung

Symmetrie ist spannend, Regelmäßigkeiten deuten auf Prinzipien hin. Symmetrien bestimmte Qualitäten zuzuschreiben, das ist allerdings eine heikle Angelegenheit. Diese kurze Unterhaltung ergab sich durch mein u.a. Foto der Symmetrie, die sich im Zentrum der Blüte einer Sonnenblume herausbildet. Ich hebe das Thema hervor, weil mir immer wieder auffällt, daß die Realität der Thermodynamik und der Entropie offenbar ignoriert wird und dadurch wertvolle Informationen übersehen werden. Es scheint aufgrund des „Strebens gen Tod/Nichts/Energieverlust“ sogar ein gewisses Unbehagen vor dem Thema zu existieren, meines Erachtens aber unbegründeterweise, denn zur logischen Kontinuierlichkeit gehört gerade dieses Wissen. Entropie ist Realität. Das bedeutet nicht, daß alle Räume entropisch gegliedert sein müssen. Dieser ist es jedoch.

„Hoch lebe Fibonacci!“

„Fibonacci ist die Spirale des Todes…“

„? Aber ich liebe Primzahlen!“

„Wende Logik an: das Muster repräsentiert Thermodynamik. Entropie. Oder einfacher: Wenn man Fibo‘ als den sogenannten Goldenen Schnitt der Komposition betrachtet, übersieht man, daß es der Goldene Schnitt der Dekomposition ist. Fibo‘ exponiert das Feldmuster, und es ist dieses Muster, das man in Bezug auf Dekomposition und Thermodynamik untersuchen muß. Sprich, dieser Feldmustertypus und seine ihm zugrundeliegenden Dynamiken (müssen beobachtet werden).
Die Pflanze, beispielsweise, ist einfach logisch: sie spart Raum, um möglichst effektiv Energie zu verbrauchen und um sich zu vermehren. Das ist die perfekte Planwirtschaft, freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Mama Natur.
Nun reagieren Leute auf diese Information immer mit einem Aufschrei: Aber das ist nicht romantisch! (und so weiter… sie fürchten den Verlust der Poesie…)
Doch ich behaupte, Romantik und Tod sind keine Gegensätze. Denn in jedem Feldtypus wird man wohl in der Lage sein, die Muster der Romantik zu beobachten, sogar in unserem Todesmuster. Romantik läßt nur da nach, wo Selbsterhaltungstrieb übernimmt, das ist aber nicht der Fall für alle Interaktionen im ‚Sterbenden Feldmuster‘. Wir kennen immer noch Liebe, die, im Übrigen, nicht Selbsterhalt ist, auch wenn die beiden oft miteinander verwechselt werden.
Grundsätzlich bildet die Pflanze das „Goldene Muster“ aus, weil sie altert. Und was ist das Altern in unserer Raumart oder unserem Feldtypus hier? Dekomposition. Woanders, in einer anderen Raum- oder Feldart mag es (das Alter) nicht durch Dekomposition definiert sein, sondern durch Dauer/Ablauf-Variation (eine andere Dynamik). Wir als sterbliche Körperkonzeptionen haben diesen Luxus hier jedoch nicht. Unsere Körper und der allen Lebens, hier, sind sterbend, kontinuierlich. Die älteren Blätter haben weniger „Kraft“ (weniger Energie“fähigkeit“ durch das Altern), absorbieren weniger Wachstumshormone. Daher rührt die Spiralvariation. Dies ist sozusagen die Spirale des Vergehenden (Verwelkenden)…“

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