Malta

Im Jahr 2009 unternahm ich eine viertägige Reise nach Malta, um dort eine Freundin aus England zu treffen. Ich hatte mir eine Liste an Kulturstätten gemacht, die ich mir gern angesehen hätte, leider war jedoch meine Mitfahrerin nicht sonderlich am Erkunden der Kultur der Insel interessiert, weswegen ich nur einige wenige Punkte meiner Liste abhaken konnte. Ich war abhängig vom gemeinsam angemieteten Auto, und die Infrastruktur auf der Insel war nicht sonderlich gut ausgebaut. Andererseits kann ich nicht behaupten, daß Malta zu meinen bevorzugten Reisezielen gehört hätte, weswegen das, was ich dort in dieser kurzen Verweildauer mitnehmen konnte, mir persönlich auch genügt. Es wird zwar vielerseits über diese Insel geschwärmt, sei es im historischen oder touristischen Sinne – ich persönlich konnte aber an diese Begeisterung nie anknüpfen. Dennoch ist die Insel historisch nicht uninteressant, und sie hat auch einige hübsche Ecken. Mitgerissen hat der maltesische Vibe mich jedoch nicht…

Zu den interessanteren Ausflugspunkten, die ich angeregt hatte, gehörte die Höhle Għar Dalam. Diese Höhle hat insofern historische Bedeutung, da sie Aufschluß über die Insel-Fauna der letzten Warmzeit (ca. 120.000 Jahre zurück) gegeben und zu der Erkenntnis geführt hat, daß Malta einst Teil des europäischen Festlandes gewesen sein muß. Malta ist in dem Sinne also sizilianisch, die Verinselung wiederum führte offenbar zur Herausbildung von Verzwergungen der Fauna. Ursprünglich war man in Għar Dalam auf der Suche nach paläolithischen Menschen, Neandertalern, gewesen, und man machte immerhin den Fund zweier menschlicher Zähne aus der paläolithischen Zeit. Auch wurden hier neolithische Funde gemacht, herausragend ist aber die schiere Masse an alten Fauna-Funden.

Was mich auch interessiert hätte, waren die jungsteinzeitlichen Tempel von Tarxien. Meine britische Begleitung war allerdings sehr nervös beim Autofahren auf fremdem Gebiet, sie hatte auch Panik davor, andere fahren zu lassen, und so wurde aus einem Besuch Tarxiens am Ende nichts, weil sie sich ständig verfuhr und keine Geduld für die Route, die wir von Mellieha aus angetreten waren, hatte. Immerhin, ich habe es versucht, liebe Tarxien Tempel…

Was wir tatsächlich schafften, war die Fahrt zu den Dingli Kliffen, dem höchsten Punkt des maltesischen Archipels mit der prägnanten Radarstation…

…die anschließende Fahrt ins bronzezeitliche/phönizische/römische/mittelalterliche Mdina…

…und die Fahrt nach Valetta, der Hauptstadt Maltas.

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